Liebe Besucher und Gäste!
Herzlich willkommen in unserer Pfarrei St. Maria Köthen. Die Katholische
Kirche besteht seit über 2000 Jahren und geht auf Jesus Christus zurück,
dessen Tod und Auferstehung wir Christen glauben und verkünden. Wir
bekennen ihn als unseren „Herrn“ und „Sohn Gottes“.
Sein Wort und Beispiel sind uns Vorbild für unser Handeln und Maßstab
für die Weitergabe seiner Frohen Botschaft. Wir Christen der Pfarrei
St. Maria gehören zur weltweiten katholischen und apostolischen Kirche.
Wir stehen in Gemeinschaft mit dem Papst in Rom, mit unserem Bischof in
Magdeburg und den vielen Gläubigen in zahlreichen Pfarreien mit ihren
Gemeinden, Ordensgemeinschaften, geistlichen Bewegungen, Gruppen und Verbänden.
Als katholische Christen in der Diaspora wollen wir an unseren Heimatorten
Kirche sein und als Kirche leben: Das tun wir in unseren täglichen
Gottesdiensten, in der Verkündigung und Weitergabe des Glaubens und
in der Sorge um einander und um unsere Mitmenschen in ihren verschiedenen
Lebenslagen. So wie unsere Vorfahren im Glauben möchten wir heute
Zeugen Jesu Christ sein.
Ich lade Sie ein, uns und unsere Pfarrei kennenzulernen.
Ich freue mich auf Sie!
Ihr Pfarrer Armin Kensbock
Geschichtsbewusst
Der katholische Glaube hat die Gegend um Köthen in einer über
800-jährigen Geschichte geprägt. Nachdem durch die Reformation
das katholische Leben in dieser Gegend nahezu erloschen war, zogen gegen
Ende des 19. Jahrhunderts viele Katholiken auf der Suche nach Arbeit und
besseren Lebensbedingungen in unsere Umgebung. Als Höhepunkt des Wiedererwachens
des katholischen Glaubens gilt die Konversion von Herzog Ferdinand von
Anhalt-Köthen und seiner Gemahlin Herzogin Julie im Jahr 1825 zum
Katholizismus. Tief überzeugt von seinem Glauben, beauftragte der
Herzog den Hofarchitekten Christian Gottfried Bandhauer mit dem Bau der
Schlosskirche St. Maria Himmelfahrt, die heute zu den bedeutendsten sakralen
Bauwerken des Klassizismus in Deutschland zählt. Neben der Pfarrei
St. Maria entstanden nach 1945 durch Flüchtlinge und Vertriebene die
Pfarrei St. Anna in Köthen und die Gemeinde St. Michael in Edderitz.
Die Pfarrei Herz Jesu in Osternienburg verdankt ihre Entstehung dem Kohlebergbau
um 1900. Die KircheHeiliger Geist in Görzig geht auf eine Stiftung
des Fabrikanten Dr. Keidel aus dem Jahr 1929 zurück. Am 2. Mai 2010
wurden diese Pfarreien zur Pfarrei St. Maria Köthen zusammengeschlossen.
Ökumenisch
Wir Katholiken sind hier wie die Christen anderer Kirchen und Gemeinschaften
eine Minderheit. Bei allen Unterschieden bekennen wir uns mit ihnen zum
dreieinigen Gott und zu Jesus Christus als unseren gemeinsamen Herrn.
So teilen wir das, was wir als Christen und Kirche gemeinsam haben, und
nehmen am Leben und an Höhepunkten der anderen Gemeinden teil. Mehrmals
im Jahr treffen sich die hauptamtlichen Mitarbeiter der Ökumene
aus Köthen und Umgebung, um Kontakte zu pflegen und Vorhaben zu
planen. Gemeinsam halten wir Traditionen wie die Aktion Dreikönigssingen,
den Weltgebetstag der Frauen, das ökumenische Taizé-Gebet
vor Pfingsten, das St. Martinsfest und vieles andere lebendig. Kinder,
Eltern und Erzieherinnen unserer katholischen Kindertagesstätte „St.
Anna“ feiern mit dem evangelischen Kindergarten „Guter Hirte“ gemeinsame
Feste. In unserem Senioren-Pflegeheim „St. Elisabeth“ werden
regelmäßig ökumenische und auch evangelische Gottesdienste
angeboten. Im Krankenhaus Köthen gibt es ein ökumenisches Seelsorgeangebot.
Die ökumenische Studentengemeinde trifft sich in den Räumen
von St. Anna.
Zukunftsorientiert
Obwohl wir Katholiken in unserer Gegend eine Minderheit sind, wollen
wir einladend und offen das Erbe unserer katholischen Geschichte in die
Zukunft hineintragen und weitergeben. Über die Pflege der Gottesdienste
und Liturgie hinaus lebt unsere Gemeinde vom Engagement zahlreicher ehrenamtlicher
Mitarbeiter. Gemeinsam richten wir gesellige Feste aus und kümmern
uns um die Sorgen und Nöte von Mitmenschen, die unsere Hilfe benötigen.
Als katholische Christen wollen wir einander und andere ernst nehmen
und respektieren. Wir wollen die Zukunft unserer Pfarrei aus dem Glauben
heraus gestalten und ihn als kostbares Gut an unsere Kinder und Jugendlichen
weitergeben und deren Talente und Begabungen für ein lebendiges
und vielfältiges Gemeindeleben erkennen, entwickeln und fördern.
Unsere Pfarrei lebt wie die gesamte Kirche in und durch Gemeinschaft,
die Einzelne und Gruppen einander gewähren. Diese gilt es zu vernetzen
und religiös zu bilden. Unsere Einrichtungen sind Begegnungsorte
für Christen und Nichtchristen. Gemeindemitglieder engagieren sich
in Politik und Wirtschaft auf kommunaler und überregionaler Ebene,
um Staat und Gesellschaft aus dem Glauben mitzugestalten. Was wir im
Gottesdienst feiern, wollen wir im Alltag mit Leben erfüllen und
für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung
eintreten.